Am 21. Juni 2020 hatten wir einen Blogbeitrag über den Beitragsersatz für die Monate April bis Juni 2020 veröffentlicht.

2021 kommt der Beitragsersatz wieder, allerdings in einer leicht abgeänderten Form gegenüber 2020. Hier findet Ihr die aktualisierten Eckpunkte für 2021:

Wo finde ich Informationen zum Beitragsersatz 2021?

  • 389. Newsletter vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales vom 21.1.21: Beschluss über Beitragsersatz im Januar und Februar 2021
  • 398. Newsletter vom bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales vom 24.2.21: Erweiterung des Beitragsersatzes auf März 2021
  • Richtlinie zur Gewährung eines Ersatzes von Elternbeiträge in der Kindertagesbetreuung aufgrund der Corona Pandemie 2021 (Beitragsersatz 2021)
  • 416. Newsletter vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales vom 13.04.21: Beschluss über Beitragsersatz im April und Mai 2021

    Wen betrifft der Beitragsersatz?

    • Der große Unterschied für Einrichtungen gegenüber letztem Jahr liegt an der Bagatellregelung: Diesmal haben alle Kinder Anspruch auf den Beitragsersatz, die in dem jeweiligen Monat an maximal 5 Tagen in der Notbetreuung waren. Letztes Jahr waren es nur die Kinder, die in dem Monat gar nicht da waren.
    • Im Umkehrschluss heißt dies, dass ab 6 Tagen in der Notbetreuung kein Anspruch auf den Beitragsersatz für diesen Monat besteht.
    • Der Anspruch besteht nur, wenn kein Monatsbeitrag für die Kinder mit Beitragsersatz eingezogen wurde. Natürlich wird es in der Regel so sein, dass die Beiträge zum Monatsanfang eingezogen wurden, und dass die Einrichtung nur nach Ablauf des Monats weiß, ob ein Kind Anspruch auf Beitragsersatz in diesem Monat hatte. Der Monatsbeitrag darf daher später erstattet bzw. verrechnet werden. Für die Rückzahlung wird noch eine Frist genannt. Diese Frist ist bisher jedoch noch nicht bekanntgegeben worden.
    • Für die Kinder ab 6 Tagen in der Notbetreuung bedeutet dies, dass jede gewährte Ermäßigung von Euch als Einrichtung aus eigenen Kosten zu tragen ist. Es spielt keine Rolle, ob diese Kinder Mittagessen in Anspruch genommen haben und ob sie Beiträge bezahlt haben (ob voll oder reduziert): Für sie hat die Einrichtung keinen Anspruch auf den Beitragsersatz.
    • Der Beitragsersatz betrifft alle Kinder in der Einrichtung. Er darf nicht nur für einzelne Kinder oder einzelne Altersgruppen gewährt werden.

    Wie hoch ist die Förderung?

    • füprDie Förderung wird pro Kind für die Monate Januar bis Mai 2021 bezahlt.
    • Der Beitragsersatz kann beantragt werden, ohne Beachtung des jeweiligen Status der Betreuung;
      also im eingeschränkten Regelbetrieb wie auch in der Notbetreuung. 
    • Der Beitragsersatz soll die monatlichen Betreuungsbeiträge ersetzen. Es ist dieses Mal möglich, das Essensgeld bzw. Spielgeld/Windelgeld anteilig an den (bis 5) Anwesenheitstagen zu erheben.
    • Für Vereine darf der Mitgliedsbeitrag normal erhoben werden, da es sich nicht um ein Elternentgelt für die Betreuung der Kinder handelt.
    • Die Förderung beträgt wie 2020:
      • 300 € im Monat für Krippenkinder
      • 50 € im Monat für Kindergartenkinder (+ wie immer 100 € Beitragszuschuss)
      • 100 € im Monat für Hortkinder
      • 200 € im Monat für Kinder in der Kindertagespflege
      • 68 € Mittagsbetreuung bis ca. 14 Uhr
      • 110 € Mittagesbetreuung bis spätestens 16 Uhr
    • Welches Kind welchen Beitrag erhält, folgt der gleichen Logik wie auch der 100 €-Beitragszuschuss im KiBiG.web:
      • Alle Kinder, die den Beitragszuschuss bekommen (also ein * im KiBiG.web haben dürfen), bekommen den Kindergartenbeitragsersatz. Das sind alle Kinder, die bis einschließlich 01.01.2021 3 Jahre alt geworden sind.
      • Alle jüngeren Kinder bekommen den Krippenbeitragsersatz, unabhängig davon, ob sie schon in einer Kindergartengruppe betreut werden.
      • Alle älteren Kinder, im KiBiG.web als Schulkinder eingegeben, bekommen den Hortbeitragsersatz.
    • Dieses Jahr wird der Beitragsersatz nicht mehr nur durch den Freistaat getragen, sondern zu 70% durch den Freistaat Bayern und zu 30% durch die jeweiligen Förderkommunen (d. h. die Gemeinde, in der das Kind mit Anspruch auf Beitragsersatz wohnt).
    • Noch ist nur der Antrag für Januar bis März im KiBiG.web freigeschaltet. Wann die Auszahlung stattfinden wird, ist noch nicht bekannt.

    Wie wird der Beitragsersatz dokumentiert?

    Dazu liegen uns noch keine genaueren Informationen vor. Wenn wir davon ausgehen, dass die Vorgehensweise ähnlich wie in 2020 ist, dann könnt Ihr wie folgt dokumentieren

    Beim Antrag im KiBiG.web muss noch keine Dokumentation mitgeschickt werden.
    Aber im Falle einer Belegprüfung sollten entsprechend Nachweise bereitgestellt werden. Das wären:
    eine Anwesenheitsliste pro Kind mit der Information, ob und an welchen Tagen sie in der Notbetreuung waren. Ihr findet hier einen Vorschlag der Kitazentrale für eine Betreuungsliste in Excel, die als BayKiBiG-Dokumentation verwendet werden darf, einen Nachweis, dass für die Kinder, für welche der Beitragsersatz beantragt wurde, auch tatsächlich keine Beiträge in den betroffenen Monaten (Januar, Februar und/oder März) gezahlt wurden. Das kann zum Beispiel ein Rundbrief an die Familien sein.

    Solltet Ihr noch Fragen oder Anregungen zu diesem Thema haben, freuen wir uns auf Eure Rückmeldung in unserer Xing-Gruppe „Kita-Förderung in Bayern: BayKiBiG und Münchner Förderformel“, oder im Anschluss an diesen Blogbeitrag.

    Eure Kitazentrale

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